Jede Woche Sonntags erwartet Sie im Palais Liechtenstein eine erlesene Komposition aus Kunst, Musik und Kulinarik. Der Herkulessaal, größter Barocksaal Wiens, wird zum Schauplatz eines wöchentlich wechselnden Konzertprogramms. Ausgewählte Orchester, wie das Concilium musicum Wien und das Gustav Mahler Jugendorchester, präsentieren Werke von Händel, Mozart, Purcell, Haydn, Bach, Schubert und Beethoven. Einen detaillierten Spielplan finden Sie hier.

Erleben Sie erlesene Konzerte mit abwechslungsreichen Programmen, im Herkulessaal, ein Saal der durch seine monumentale Grösse beeindruckt, mit seiner prunkvollen Ausstattung und die farbenfrohen Deckenfresken Andrea Pozzos.
Wandern Sie vor oder nach dem Konzert durch die prächtigen Räumlichkeiten, finden Sie ihren Gefallen an das Treppenhaus mit seinen herrlichen Fresken von Johann Michael Rottmayr oder durch die klassizistische Bibliothek die sich als Tor in die Welt der Kunst erweist. Eine Erlebniswelt eröffnet sich mit den fürstlichen Sammlungen, die Auswahl umfasst erlesene Meisterwerke europäischer Kunst von der Frührenaissance bis zum Barock. Darunter Gemälde von Raffael, Giulio Romano, Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck und Frans Hals sowie Skulpturen von Mantegna, Giambologna, Adrian de Fries und Alessandro Algardi.
Errichtet wurde das Gartenpalais in der Wiener Rossau unter Fürst Johann Adam Andreas I. von Liechtenstein (1657 - 1712), der mit den darüber hinaus von ihm erbauten Schlössern und Palais in Feldsberg und Eisgrub, Aussee, Sternberg, Landskron, Prag, Plumenau, Butschowitz und Kolodej einer der grössten Bauherren seiner Zeit war. Fürst Johann Adam Andreas I. bediente sich für seine Bauführungen im Wesentlichen einer neuen, aus Italien kommenden Architektengeneration.

In der Rossau steht am Anfang der Baugeschichte der Kauf eines umfangreichen Stück Landes im Jahre 1687, der von Beginn an die Intentionen des Fürsten erkennen lässt: Nicht nur der Bauplatz für eine Residenz wird erworben, sondern auch das Areal für eine ideale urbanistische Gesamtplanung, in der Folge als Liechtenthal bezeichnet und auf unserem Boden eines der raren Zeugnisse grosszügiger Stadtplanung des Barock.
Den Entwurf des Gartenpalastes übertrug der Fürst dem in Bologna ausgebildeten Domenico Egidio Rossi (1659 - 1715), der 1690 einen Palazzo in Villa als würdige Residenz des Fürsten am Rande der Kaiserstadt anbot. Nach diesem Entwurf wurde 1691 mit dem Bau begonnen. Entsprechend der inneren Struktur dominierte der Mittelsaal die Aussenerscheinung.
In Rossis Konzept griff ab 1692 Domenico Martinelli (1650 - 1718) ein, der bis zu seinem Ruf nach Wien an der renommierten Accademia di San Lucca in Rom unterrichtet hatte und nach 1690 zum bevorzugten Architekten des Fürsten wurde.
Noch mehr im Sinne eines Palastbaues wurden die Flanken um ein Geschoss erhöht und so dem Gebäude eine wesentlich imposantere Erscheinung gegeben als ursprünglich konzipiert. Im Übrigen entsprach die Dreigeschossigkeit auch den Forderungen, die schon der Vater des Fürsten, Karl Eusebius (1611 - 1684) in seinem Architektur-Traktat an ein fürstliches Landschloss gestellt hatte.
Im Palais wurde eine aufwendige Raumfolge etabliert: Auf ein Vestibül folgen zwei grosse Stiegenhäuser mit rotmarmornen Treppenstaffeln, die zum Grossen Saal und der anschliessenden Galerie führen. Damit folgte Martinelli der Tradition innerstädtischer Palastarchitektur; für ein vorstädtisches Gartenpalais ist dies höchst ungewöhnlich.
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