Vier erfahrene Kammermusiker, die sowohl gemeinsam als auch als Solisten tätig sind, bilden das Streichquartett Mozart Ensemble Wien, das
sich unter der Leitung von Claudio Bentes an der ersten Violine zum Geheimtipp für Freunde der Wiener Kammermusik entwickelt hat.
In der klassischen Besetzung aus zwei Violinen, einer Bratsche und einem Violoncello erweckt das Mozart Ensemble die schönsten Werke der Wiener Klassik in all ihren Nuancen zum Leben. Mit spielerischer Anmut und leichtfüßiger Figuration spielt das Ensemble ein Programm mit Streichquartetten von Joseph Haydn, Franz Schubert und Wolfgang Amadeus Mozart. Dabei demonstriert das Mozart Ensemble eine makellose Tongestaltung und eine fast außergewöhnlich zu nennende Klanghomogenität – der gemeinsame Atem geht in keinem Takt verloren.
Die vier Musiker des Mozart Ensembles sind ganz klar Meister ihres Fachs. Tourneen und Konzerte brachten sie in fast alle Länder Europas und auch nach Japan und Südamerika. Geistreich und elektrisierend ist ihr Spiel, ein privilegierendes Erlebnis, dass sich einen selbst fühlen lässt wie ein elitäres Mitglied der imperialen Ära.
Nicht weniger als die klangliche Qualität trägt der Konzertsaal zum Abend bei. Das Deutschordenshaus in der Singerstraße ist ein gewaltiges Bauwerk, das so gar nicht zu den angrenzenden kleinen Gassen und Höfen der Wiener Innenstadt passen möchte. Gegensätzliche Architektur verschiedener Epochen, die sich auch im Inneren wieder findet: Die im gotischen Stil errichtete Deutschordenskirche entstand zwischen 1326 und 1375, der Hof und die anderen Gebäudetrakte erst 300 Jahre später im Jahre 1667. Hohe Räume, die zum Himmel streben zu scheinen wechseln mit engen, bedrückenden Durchgängen und Passagen. Im Stil der Spätrenaissance findet sich dann der Konzertsaal. Der als Grotte angelegte Sala Terrena verzaubert mit seiner intimen Atmosphäre und seinen farbenfrohen Fresken.
(Streichquartett Opus 76/2 (1797)
Im Auftrag von Graf Joseph Erdödy komponierte Joseph Haydn in den Jahren 1796 und 1797 sechs Streichquartette (Opus 76), die heute Joseph Haydns anspruchsvollsten kammermusikalischen Werken zählen.
Der Name Quintenquartett für Opus 76/2 ist eine Anspielung auf die perfekt fallenden Quinten mit denen das Quartett beginnt. Der zweite Satz wird auch oft, wegen seiner ihm zugesagten magischen Eigenschaften als das Hexenminuett bezeichnet.
