Vivaldis vier Jahreszeiten
in der Wiener Karlskirche

Die vier Jahreszeiten (italienisch: Le quattro stagioni) heißt das wohl bekannteste Werk Antonio Vivaldis. Es handelt sich um vier Violinkonzerte mit außermusikalischen Programmen; jedes Konzert porträtiert eine Jahreszeit. Dazu ist den einzelnen Konzerten jeweils ein – vermutlich von Vivaldi selbst geschriebenes – Sonett vorangestellt; fortlaufende Buchstaben vor den einzelnen Zeilen und an den entsprechenden Stellen in der Partitur ordnen die verbale Beschreibung der Musik zu.

Vivaldi hatte bereits zuvor immer wieder mit außermusikalischen Programmen experimentiert, die sich häufig in seinen Titeln niederschlagen; die genaue Ausdeutung von Einzelstellen der Partitur ist aber für ihn ungewöhnlich. Seine Erfahrung als virtuoser Geiger erlaubte ihm den Zugriff auf besonders wirkungsvolle Spieltechniken; als Opernkomponist hatte er einen starken Sinn für Effekte entwickelt; beides kam ihm hier zugute.

Wie der Titel bereits nahelegt, werden vor allem Naturerscheinungen imitiert – sanfte Winde, heftige Stürme und Gewitter sind Elemente, die in allen vier Konzerten auftreten. Hinzu kommen verschiedene Vogelstimmen und sogar ein Hund, weiter menschliche Betätigungen wie etwa die Jagd, ein Bauerntanz, das Schlittschuhlaufen einschließlich Stolpern und Hinfallen bis hin zum schweren Schlaf eines Betrunkenen.

Die vier Jahreszeiten die vermutlich bekanntesten Konzerte Antonio Vivaldis. Es sind vier revolutionäre Violinkonzerte mit außergewöhnlichen musikalischen Programmen, jedes Konzert stellt eine Jahreszeit dar. Ein Sonett (wahrscheinlich von Vivaldi selbst geschrieben) ist die Vorlage für dieses Meisterwerk. Die wirkungssvolle Musik der vier Jahreszeiten kann auf die Begabung Vivaldis als Geiger zurückgeführt werden. Lassen Sie sich in eine eigene Welt mit wilden Gewittern und Blitzen, brechendem Eis und Vogelgezwitscher, schlafenden Hirtenjungen, einer Jagdgesellschaft und noch vielem mehr führen.

Vivaldis vier Jahreszeiten

Das Orchester 1756 wurde 2006 gegründet, um sich der Interpretation von Musik vor 1800 auf sogenanntem "historischem Instrumentarium" zu widmen. Durch die Verwendung dieser "Originalinstrumente", die intensive Beschäftigung mit der Stilistik des 18. Jahrhunderts und eine ausgewogene Besetzung entsteht ein einmaliger, historischer Klang.

Der Chor der Salzburger Konzertgesellschaft ist ein schlanker, flexibler Klangkörper, der jedem seiner Mitglieder solistisches Können abverlangt. Dementsprechend werden auch der Tradition folgend alle Soli von Chorsolisten übernommen. Je nach Repertoire ist der Chor mit 16 bis 24 Sängern besetzt.

Antonio Vivaldi

Antonio Vivaldi

Antonio Vivaldi (geboren 4. März 1678 in Venedig; gestorben 28. Juli 1741 in Wien) war ein venezianischer Komponist und Violinist. Für Antonio Vivaldi selbst war der Aufenthalt in Wien glücklos. Verarmt starb er hier am 28. Juli 1741 und wurde, nur wenige Meter von der Karlskirche entfernt auf dem "Spitaller Gottsacker" beerdigt, heute Standort der Technischen Universität Wien. Seine Grabstätte ist, wie die von Mozart, nicht erhalten, seine Gebeine sind verschollen. Im Gegensatz zum allgegenwärtig verehrten Mozart erinnert an Vivaldi nur noch eine einfache Steintafel.


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